Archive for July, 2012

Aurora Salamander – Güllane Ekkelsturtzo

Hier die Geschichte eines ganz besonderen Salamanders:

Der Aurora-Salamander, Salamandra atra aurorae, ist eine Unterart des Alpensalamanders und kommt nur am Asiago-Plateau (Comune di Asiago) in Italien vor. Er hat eine besondere goldene Färbung und eine ebenso besondere Geschichte! Aber lest selbst…

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Prèchtet dar Güllane Ekkelsturtzo:

Liibate laüte, khennat-ar-mich? Ich pin dar Güllane Ekkelsturtzo und ich hèrbighe in Komàun von Sleeghe. Gadénkhet bool: in Komàun von Sleeghe anlòan, und in khòaz andarz tòal dar bèlte! Hia leeb-ich in alle de bèllar un taaldar afan nòrt un zommòrgande vomm Èssen-Taale, Sperbar-Taal, Biisen-Taal, Rèmaloch-Taal, Ekken-Balt, Tòoten-Eben-Taal, Raut-Taal, Lèrche-Laita, Rèndola-Taal, Köbele-Balt, Kheesara Meàtta, Ghèlmar-Taal, Zebio, Nos-Taal. Hèmmest saint-sa schöön mèeror dan an miliuun jaar, sodar benne ich han nemmèar gasécht in main vraünt, in Sbartzen Ekkelsturtzen. Diisar hat vorlóart d ünzarn schöön güllan plètzen fan rukken, und hèmmest iss-ar gavèrbet allar sbartz. Ar leebet schiar vorambràll in d Alpen,badar nèt hia kan üzàndarn in de Hòoghe Ebane dar Siban Komàüne. Dorveelt-ach nèt: Ich pin nèt dar Bindate Ekkelsturtzo, an abetz-mann ambràlle, ma hèrbighet èar òch aufar hia in de Siban Pèrghe. Diisar is nèt dar main neganorste vraünt. Ar ist-mar viil vrömador dan dar Sbartze Ekkelsturtzo, an baarar pèrgar sobìa ich òch. Ja, z ist an kaif langa zait, az-ich leebe aufar hia, z leste gavéntzarach vomm alten stamme; èzzanten khèvare, börme, spinnare, korgnööle. Benne riivet dar hèrbest-maanont, ich vorpòrghe mich und stea logaart vor allen in bintar, slaafanten fintz höövet aan dar mòajo. Òona bòtta anlòan indarzàlt von zbòa òdar drai jaarn,d ünzarn baibar leghent at-tar bèlte an khint. In daü langa zait, ba ich leebe aufar hia,is-ta gabeest hòrtan allez galàich in alle de jaar. Badar denne, schiar zbòa tausinkh jaar èersinkh, is khènt aufar hia in d ünzarn pèrghe an sèltzana laüte, viil khriigare von Longobàrden, ba habent gahàkhet abar an tòal von ünzarn bèllarn, machanten kampìgol un pèskoldar und aisen und èkhareund haüsar un beeghe òch. Z iar gaprècht is ganaamet “zimbrisch”, z eltorste und höögorste von allen taützen gaprèchtarn, und se habent-z ganützet un gahüütet vor mèeror dan tausinkh jaar. Badar denne, darnaach me gròozen und urran khriighe von 1915-18, dornìchtet schiar alla de Hòoghe Ebane, habant-sa laise laise galàzzet zo nützan-z, und umme-naach me jaare 2000 saint-ta nòch gabeest mintzikh laüte anlòan, ba habent gamöcht prèchtan daü schööne und edalne zunga; z leste gavéntzarach vomm alten stamme – bittana schante! Badar nòch andare dinkh òch saint-ta gaschéghet i daü zait: Im-me jaare 1978, dar Hèere Prof. Trevisàn von dar Hòoghen Schuule ka Mòdenamet-tar sain fameejen und met-ten sain khsellenhat-mich gadékhet abe im-me Tòoten-Eben-Taale. Saü habent gatöötet zbölve von ünzarn khsellen, und òan von üzàndarn, an gròozen und stèrchen mann, habant-sa gajùkhet inn in an bòtza prampen, und sain laichez im-me prampen habant-sa galét inn in musèen von Firènze, vor “holotypus” met-teme nümmarn 13456. Un denne dar Hèere Prof. Trevisàn hat-üz ghèt an naamen in latàin: Salamandra atra aurorae. (In daü zait, dar Sbartze Ekkelsturtzo ist scha gabeest ganaamet Salamandra atra atra,un dar Bindate Ekkelsturtzo Salamandra salamandra.) Oh maine liibaten laüte,ar möghet nèt klooban, baz is-ta gaschéghet, benne dar Hèere Prof. Trevisànhat gamàchet drukhan und hat gapàndart de sain abedékhinghe: Von ambràll in de bèlt de laüte saint khènt aufar in Komàun von Sleeghezoa-zo snappan d ünzarn khselle un töötan-se abeòdar spèrran-se inn in an khlòaz gahèltle, fintz-az-se sterban laise in de haüsar dar laüte! Und von hòoghen schuuln is-ta khènt antì-an mann vom-me viigar-gabìzzecheund hat gahàkhet abar an zaicha von vüüzen dar ünzarn khselle, zoa-zo süüchan auz ünzar gaplüüt, un zo segan,beele sainan d ünzarn neganorsten vraünte. Denne, fan takh 11 vom-me mòajen im-me jaare 2007, an khsell von maindarn vom-me Sperbar-Taalehat gamàchet an sbèmpalle auz von hòome, übar de zaüne vomm alten Austricheorch in d Hòoghe Ebane me Bisalen, fintz in-z Postle-Taal. Denórch habant-en gasécht zbeen viigar-bizzare von Niidarn Lèntarn, un denne habant-sa gamàchet drukhan de naüjekhot, az bandare leeban auzonthiin vom-me Komàune von Sleeghe òch. Un nòch eppasen andarast is gaschéghet in daü zait: Viil-dar bèllar, ba ich hèrbighe, saint khènt gahàkhet abar,und asò d èerda is dordèrret au von dar trükhane; bar haban nemmèar gamöcht leeban in dii saiten,und von dèmme òch saint-ta bolàibet khauma mintzikh dar ünzarn. Ja, z is gabeest an kaif pöösa bèlt,und ich pin allar gafròant, az hèmmest is gapézzart: Hèmmest, im-me jaare 2500, khèmma-bar nimmarmèar gasnàppet von laüten,ambrùmme se saint gant sinnat, un gavàllant-en ambìdar de alten bèllar met puuchen, tannen und vaüchten, und met-ten Güllan Ekkelsturtzen. Und hèmmest von naüjame prèchtant-sa z alte zimbar-gaprècht,ambìa se saint baare und edalne zimbarn, z leste gavéntzarach vomm alten stamme. Un biar sainan baare und edalne Güllane Ekkelsturtzen, z leste gavéntzarach vomm alten stamme bandare òch :-)

Güllander Ekkelsturtzo (Salamandra atra aurorae)

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Und, habt ihr auch alles verstanden??!! ;-) Diese Sprache nennt sich “Zimbrisch” und ist ein Dialekt, der aus dem Mittelhochdeutschen abstammt und heute nur noch in der Region um Asiago gesprochen wird. Dort allerdings auch nur mehr sehr selten. Alle Aurora-Salamander sprechen auch nur diese Sprache. Hier nun aber die deutsche Übersetzung:

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Der Aurora-Salamander spricht:

Liebe Leute, kennt ihr mich?Ich bin der Aurora-Salamander und wohne in der „Kommune von Asiago“ (Comune di Asiago). Denkt daran: ausschließlich in der Kommune von Asiago und in keinem anderem Ort auf der Welt! Hier lebe ich in allen Wäldern und Tälern im Norden und im Osten das Assa-Tales: In den Tälern Valle Sparvieri, Val d´Anime, Val Rémaloch, Bosco del Dosso, Vaio del Pian del Morto, Val rotta, Costa Larici, Val Renzola, Bosco del Köbele, Casara Meàtta, Val Galmarara, Zebio, Val di Nos. Jetzt sind es schon mehr als 1 Million Jahre, dass ich meinen Verwandten, den Alpensalamander, nicht mehr gesehen habe. Dieser hat unsere schönen goldenen Flecken auf dem Rücken verloren und jetzt ist er ganz schwarz. Er lebt fast im gesamten Alpenraum, aber nicht hier bei uns auf der Hochebene der „Sieben Kommunen“ (Sette Comuni). Passt auf: Ich bin nicht der Feuersalamander, der in der Ebene lebt, er lebt aber auch hier in den Sieben Kommunen. Er ist nicht mein nächster Verwandter, denn er ist weiter entfernt verwandt als der Alpensalamander, welcher ein richtiger „Bergfex“ ist wie ich. Ja, schon seit so langer Zeit lebe ich hier, der letzte Überlebende eines alten Stammes; Insekten, Würmer, Spinnen und Schnecken verspeisend. Ende September verstecke ich mich und schlafe den ganzen Winter lang bis Anfang Mai. Nur 1x alle zwei oder drei Jahre gebären unsere Weibchen ein kleines Salamanderbaby. In der langen Zeit seit ich hier lebe, ist in den ganzen Jahren immer alles gleich geblieben. Aber dann, ungefähr vor 2000 Jahren, sind sehr viele Menschen hier in unsere Berge gekommen, viele langobardische Kämpfer, die einen Teil unserer Wälder geschlägert haben und daraus Kahlflächen, Weiden, Grünland, Äcker gemacht und auch Straßen und Häuser gebaut haben. Ihre Sprache nennt sich Zimbrisch („Cimbro“), die älteste und hoch-deutscheste Sprache, und sie haben sie länger als 1000 Jahre benutzt und verteidigt. Aber dann, nach dem großen und schrecklichen Krieg von 1915-1918, der fast die ganze Hochebene zerstört hat, haben sie immer weniger die Sprache benutzt. Rund um das Jahr 2000, gab es lediglich sehr wenige Personen, die diese schöne und edle Sprache sprechen konnten: der letzte Rest eines antiken Stammes – wie schade! Aber es sind auch noch andere Sachen in dieser Zeit geschehen: Im Jahre 1978 hat mich Herr Prof. Trevisan von der Universität Modena gemeinsam mit seiner Familie und seinen Freunden im „Vaio del Pian del Morto“ entdeckt. Er tötete 12 von unseren Freunden, und einen von uns, ein großes und dickes Männchen, haben sie in eine mit Alkohol gefüllte Flasche gesteckt. Seine in Alkohol eingelegte Leiche, haben sie in das Museum in Florenz gestellt, als „Holotyp“ mit der Nr. 13456. Und dann hat uns Prof. Trevisan einen lateinischen Namen gegeben: Salamandra atra aurorae. (Zu dieser Zeit wurde der Alpensalamander bereits Salamandra atra atra und der Feuersalamander Salamandra salamandra genannt.) Oh, meine lieben Leute, ihr könnt euch nicht vorstellen, was passiert ist, als der Herr Prof. Trevisan seinen Fund veröffentlicht hat: Von der ganzen Welt sind die Leute in die Kommune von Asiago gekommen um unsere Freunde zu holen und zu töten oder um sie in einen kleinen Behälter einzusperren, bis sie in den Häusern der Menschen starben! Und von den Universitäten sind einige Zoologen gekommen und sie haben ein paar Zehen von den Füßen unserer Freunde abgeschnitten, um ihre Gene zu untersuchen und um zu sehen, wer unsere nächsten Verwandten sind. Dann, am 11. Mai 2007, machte einer meiner Freunde vom Val Sparvieri einen Spaziergang über die Grenze des alten Österreich, hinten in der Hochebene von Vezzenza bis zum Val Postesina. Dort haben ihn zwei holländische Zoologen gesehen und die Neuigkeit veröffentlicht, dass wir auch außerhalb der Kommune von Asiago leben. Und noch etwas anderes ist in dieser Zeit geschehen: Viele Wälder, wo ich lebe, wurden abgeholzt, wodurch die Erde austrocknete. So konnten wir nicht mehr an diesen Orten leben, ein weiterer Grund warum nur mehr so wenige von uns übriggeblieben sind. Ja, es war wahrlich eine schreckliche Welt und ich bin sehr froh, dass sie sich jetzt geändert hat: Jetzt, im Jahre 2500, werden wir nicht mehr von den Menschen gefangen, weil sie intelligenter geworden sind und ihnen gefallen wieder die alten Buchen-, Weißtannen und Fichtenwälder mit den Aurora-Salamandern. Und jetzt sprechen sie wieder die alte Sprache Zimbrisch, weil sie wahre und edle „Zimbren“ sind, der letzte Rest eines alten Stammes. Und wir sind wahre und edle Aurora-Salamander, auch wir der letzte Rest eines alten Stammes :-)

Güllander Ekkelsturtzo (Salamandra atra aurorae)

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Wir bedanken uns sehr herzlich bei Remigius Geiser, der uns dieses Gedicht zur Verfügung gestellt hat. Er lehrt diese seltene Sprache in Salzburg. Auch das Bild des Aurora-Salamanders ist von ihm. Mehr Infos über Remigius Geiser findet ihr unter:

http://remigius.org

http://www.youtube.com/user/RemigiusGeiser

http://de-de.facebook.com/group.php?gid=106579922717708

And for all our international salamander friends: here is the  English version of the Aurora-Salamander story :-)

The Aurora-Salamander is talking:

Dear folks, do you know me? I am the Aurora-Salamander and I am living in the „Commune of Asiago“ (Commune di Asiago). Bear in mind: I am living ONLY in the Commune of Asiago and in no other place in the whole world!!! Here I am colonising all woods and valleys north- and eastwards of the Assa-Valley: in the valleys Valle Sparvieri, Val d´Anime, Val Rémaloch, Bosco del Dosso, Vaio del Pian del Morto, Val rotta, Costa Larici, Val Renzola, Bosco del Köbele, Casara Meàtta, Val Galmarara, Zebio, Val di Nos. Now it´s more than 1 million years ago that I´ve seen my relative, the Alpine Salamander. He has lost all our beautiful golden spots of the back and now he is completely black. He is colonising nearly the whole alpine region, but does not live here with us on the high plateau of the „Seven Communes“ (Sette Communi). Watch out: I am not the Fire Salamander, who is generally living in the lowlands, but also occurs here in the Seven Communes. He is not my closest relative, in contrast to the Alpine Salamander who is a real moutaineer, the same as me! Well, for such a long time I´m living here, as the last surviver of an ancient tribe, eating insects, worms, spiders and snails. At the end of september, I´m hiding myself and sleeping the whole winter long until the beginning of May.  Just one time every two or three years our females give birth to a small salamander baby. Nothing changed in the whole years since I´m living here. But then, about 2000 years ago, a lot of people arrived in our mountains, many Longobardic warriors, who deforested great parts of our woods, transforming them into pasture land, grass land and fields. In addition, streets and houses were constructed. Their language is called Cimbric („Cimbro“), the oldest and highest German language, which they have used and defended for more than 1000 years. But then, after the big and horrible war of 1915-1918, when nearly the whole plateau was destroyed, a decreasing number of people was using this language. Around the year 2000, only a few persons were able to speak this beautiful and noble language: the last remnants of an ancient tribe – what a pity!!! And also other things were happining at that time. In the year 1978, a professor from the University of Modena, who was called Mr. Trevisan,  discovered me with his family and his friends in the „Vaio del Pian del Morto“. He killed 12 of our friends and put one of us, a big and fat male, in a bottle filled with alcohol. They exposed his corpse, which was preserved in alcohol, in the Museum of Florence and called it holotype number 13456. And then, Professor Trevisan gave us a latin name: Salamandra atra aurorae. (At that time, the Alpine Salamander was already called Salamandra atra atra and the Fire Salamander was called Salamandra salamandra). Oh, my dear folks, you can not imagine what has happened, after Professor Trevisan had published his discovery: People were coming from the whole world to the Commune of Asiago to get our friends, to kill them or to put them into small boxes, until they died in the houses of these people! Moreover,  zoologists from universities were comming and they cut some of the toes of our friends to investigate our genes and to find out, who are our closest relatives. Then, on the 11th of May in 2007, one of my friends from the Val Sparvieri, was taking a walk across the border of the ancient Austria, back on the high plateau of Vezzenza until the Val Postesina. There, two zoologists from the Netherlands saw him and published the new discovery, that we also live beyond the Commune of Asiago. And something else happened these days: Many woods, where I am living, were deforested, leading to desiccation of the soil. In this way, we could not live there anymore, another reason why such a little number of us remained until now. Yes, it was indeed a horrible world and I am so glad that now everything has changed: Now, in the year 2500, we are not caught by the peoply anymore, because they have become more intelligent and they restarted to appreciate the old beech-, silver fir- and spruce-woods  together with the Aurora-Salamanders. And they began to speak the old language Cimbric again, because they are real and noble „Cimbricans“, the last remnants of an ancient tribe. And we are the real and noble Aurora-Salamanders, also we the last remnants of an ancient tribe :-)

Güllander Ekkelsturtzo (Salamandra atra aurorae)

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Many thanks to Remigius Geiser, the author of this text. He is teaching this exceptional language at the University of Salzburg and gave us the painted picture of the Aurora-Salamander. You can find more information about Remigius Geiser on the following pages:

http://remigius.org

http://www.youtube.com/user/RemigiusGeiser

http://de-de.facebook.com/group.php?gid=106579922717708

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And here is the Aurora-story in Dutch – many thanks to Chico Nooij for his translation :)!!!

De Aurora Alpenlandsalamander zegt:

Beste mensen, kennen jullie mij? Ik ben de Aurora Alpenlandsalamander en ik woon in de “gemeente van Asiago” (Comune di Asiago). Denk eraan: uitsluitelijk in de gemeente van Asiago en nergens anders op de wereld! Hier leef ik in alle wouden en valleien in het noorden en in het oosten van de Assa-vallei: in de valleien Valle Sparvieri, Val d´Anime, Val Rémaloch, Bosco del Dosso, Vaio del Pian del Morto, Val rotta, Costa Larici, Val Renzola, Bosco del Köbele, Casara Meàtta, Val Galmarara, Zebio, Val di Nos. Nu is het al meer dan 1 miljoen jaar geleden dat ik mijn familielid, de Alpenlandsalamander, voor het laatst gezien heb. Deze heeft onze mooie gouden vlekken op de rug verloren en nu is hij helemaal zwart. Hij leeft in bijna het hele Alpengebied, maar niet bij ons op de hoogvlakten van de “Zeven Gemeenten” (Sette Comuni). Pas wel op: Ik ben niet de vuursalamander, die in de vlakte leeft, al leeft hij ook hier in de Zeven Gemeenten. Hij is niet mijn dichtstbijzijnde familielid, want hij is een verder familielied dan de Alpenlandsalamander, welke een echte “alpinist” is, net zoals ik. Ja, al zo lang leef ik hier, de laatste overlevende van een oude stam: insecten, wormen, spinnen en slakken consumerend. Eind september verstop ik mij en slaap ik de hele winter tot begin mei. Maar 1x per twee of drie jaar baren onze vrouwtjes een klein salamanderbaby’tje. In de lange tijd waarin ik hier leef, is elk jaar alles hetzelfde gebleven. Maar toen, ongeveer 2000 jaar geleden, zijn veel mensen hier in onze bergen gekomen, vele Langobardische krijgers, die een deel van onze wouden hebben gekapt en er kapvlaktes, weiland, grasland, akkerland van hebben gemaakt en hier ook straten en huizen hebben gebouwd. Hun taal heet Zimbrisch (“Cimbro”), de oudste en hoogste Duitse taal, en ze hebben deze taal langer als 1000 jaar gebruikt en verdedigd. Maar na de grote en verschrikkelijke oorlog van 1915-1918, die bijna de hele hoogvlakten vernietigd heeft, werd deze taal door steeds minder mensen gebruikt. Rond het jaar 2000 waren er nog maar heel weinig mensen die deze mooie en edele taal konden spreken: het laatste overblijfsel van een antieke stam – wat zonde! Maar er zijn ook nog andere dingen gebeurd in deze tijd: In het jaar 1978 heeft professor Trevisan van de Universiteit van Modena mij samen met zijn familie en zijn vrienden in “Vaio del Pian del Morto” ontdekt. Hij doodde 12 van onze vriendjes en heeft één van ons, een groot en dik mannetje, in een met alcohol gevulde fles gestopt. Het in alcohol bewaarde lijk, hebben ze in het museum van Florenz tentoongesteld, als “holotype” met het nummer 13456. En toen heeft professor Trevisan ons een Latijnse naam gegeven: Salamandra atra aurorae (Tegen deze tijd werd de Alpenlandsalamander al Salamandra atra atra en de Vuursalamander Salamandra salamandra genoemd.) Oh, mijn beste mensen, jullie kunnen je niet voorstellen, wat er gebeurd is, toen professor Trevisan zijn ontdekking gepubliceerd had: Van over de hele wereld zijn er mensen in de gemeente van Asiago gekomen om onze vriendjes te halen en te doden of om ze in een kleine bak gevangen te zetten, totdat ze in de huizen van de mensen stierven! En enige zoölogen van universiteiten zijn gekomen en hebben een paar tenen van de voeten van onze vriendjes afgesneden, om hun genen te onderzoeken en om te zien wie onze dichtstbijzijnde familieleden zijn. Toen, op 11 mei 2007, maakte een van mijn vriendjes uit Val Sparvieri een wandeling over de grens van het oude Oostenrijk, achter de hoogvlaktes van Vezzenza tot Val Postesina. Daar hebben twee Nederlandse zoölogen hem gezien en het nieuws gepubliceerd, dat we ook buiten de gemeente van Asiago leven. En er is in deze tijd nog iets gebeurd: Vele wouden, waarin ik leef, werden gekapt, waardoor de aarde opdroogde. Zo konden wij niet meer in deze gebieden leven, nog een reden waarom er zo weinig van ons zijn overgebleven. Ja, het was daadwerkelijk een verschrikkelijke wereld en ik ben heel blij, dat het nu veranderd is: Nu, in het jaar 2500, worden wij niet meer door mensen gevangen, doordat ze intelligenter zijn geworden, en de oude beuken-, witte dennen- en sparrenbossen met de Aurora Alpenlandsalamanders bevallen hen weer. En nu spreken ze weer de oude taal Zimbrisch, omdat ze ware en edele “Zimbern” zijn, het laatste overblijfsel van een oude stam. En wij zijn ware en edele Aurora Alpenlandsalamanders, ook wij zijn het laatste overblijfsel van een oude stam. :-)

Güllander Ekkelsturtzo (Salamandra atra aurorae)

Met veel dank aan Remigius Geiser, de auteur van deze tekst. Hij geeft aan de Universiteit van Salzburg les in deze bijzondere taal. Ook het plaatje van de Aurora Alpenlandsalamander is van hem. Meer informatie over Remigius Geiser is te vinden op:

http://remigius.org

http://www.youtube.com/user/RemigiusGeiser

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Abschlussfest des Sparkling Science Salamanderprojektes im Zoo Salzburg

Am 2. Juli 2012 war der Tag gekommen: fast 2 Jahre Arbeit mit über 30 Schulen im ganzen Land Salzburg neigen sich dem Ende zu. Unser Sparkling Science Projekt “Alpensalamander”, das seit September 2010 mehr als erfolgreich läuft, endet mit Ende August. Mit diesen 2 Jahren sind viele wunderschöne Erinnerungen, unglaubliche Erfahrungen, viele Salamanderfunde, so manche Komplikationen, aber vor allem viel Spaß und Freude verbunden, die entsteht, wenn man mit Kindern und Salamandern arbeitet.
Aus diesem Grund haben wir am 2. Juli, bei absolut traumhaftem Wetter, ein Abschlussfest mit 3 besonderen Schulklassen im Zoo Hellbrunn veranstaltet. Wir trafen uns schon um 7:15 am Morgen, um 70 Biojause-Salamanderpakete vorzubereiten. Danach bauten wir im Zoo beim Steinbockgehege neben unseren Riesensalamandern den Salamanderstand auf. Es gab wieder Puzzles, Memorys, Plastilin und Zeichnungen für die Kids. Um 9:00 trafen dann die eingeladenen Klassen ein: die 3. Klasse der NMS Herrnau, lauter Jungs, die 4. Klasse der VS Annaberg und die 3. Klasse der VS Aigen. Die großen Jungs durften sich gleich auf die Salamanderrallye durch den ganzen Zoo machen. Wir haben ein Rätsel zusammengestellt, in das alle Tiere des Zoos integriert sind und zudem noch Bonusfragen über Salamander. Die kleineren Kids durften sich zuerst beim Salamanderstand und den Riesensalamandern austoben, dann wurden auch sie auf Rallye geschickt.

Nach etwa eineinhalb Stunden kamen die Jungs zurück, allerdings ohne Lösungswort. Das war auch wirklich schwierig: Rednamalasnepla. Nach einiger Zeit und mit unserer Hilfe kamen sie doch auf die Lösung: Alpensalamander!!! ;-) Zur Belohnung bekamen sie ihr Jausenpaket und Getränke.

Die Kleinen kamen dann auch wieder zurück, die waren ganz schön flott und auch das Lösungswort war für sie überhaupt kein Problem. Alle Bonus-Salamanderfragen konnten problemlos beantwortet werden. Für diese Glanzleistung gab es natürlich besonders viele Gummisalamander, Buttons und Sticker.

Danach saßen wir alle gemütlich zusammen bei unserer Biojause und plauderten über das Projekt und die vergangenen 2 Jahre. Zu unserer großen Freude haben wir letzte Woche erfahren, dass das von uns im Februar eingereichte Folgeprojekt von Sparkling Science bewilligt wurde, das heißt, wir dürfen auch die nächsten 2 Jahre mit Salamandern und Kindern arbeiten. Wir hatten also wirklich einen Grund zum Feiern! Es wurden auch schon einige Pläne für die Zukunft geschmiedet, wo wir vielleicht auch noch andere gefährdete Tierarten neben Salamandern miteinbeziehen werden. Am frühen Nachmittag verabschiedeten wir uns dann von den 3 Klassen, den Leherinnen Nicole Fessler, Elke Pemberger und Heidi Buchegger, und den begleitenden Eltern. Es war ein lustiges Abschlussfest, ein toller Rückblick auf die vergangenen 2 Jahre. Umso mehr freuen wir uns auf die kommenden, bei dem auch einige der bisherigen Schulen wieder dabei sein werden! :-)


Das Sparkling Science Schulprojekt hat den Salamandern wirklich sehr viel geholfen, denn dank der 30 teilnehmenden Schulen konnten wir über 1500 Schüler und Schülerinnen, die Lehrpersonen, Eltern und auch noch weitere Personen aus dem Umfeld der Kinder erreichen und sie über die Besonderheiten und die Gefährdung von Alpen- und Feuersalamander informieren. Viele Menschen sind nun mit dem “Salamandervirus” infiziert und sie werden ganz bestimmt alles tun, um den Lebensraum und die Tiere zu erhalten. Wir konnten viele Daten hinzugewinnen und viele Salamanderhotspots im ganzen Land Salzburg gemeinsam mit den Kindern identifizieren. Die Begeisterung der Kinder hat uns während unserer Arbeit immer wieder den nötigen Auftrieb gegeben!
Vielen, vielen Dank an alle Personen, die in irgendeiner Art und Weise bei diesem Projekt beteiligt gewesen sind, vor allem aber an folgende: Alexandra Eibner, Heidi Buchegger, Karoline Siebenhofer, Elke Pemberger, Sylvia Sekyra und unser erweitertes Salamanderteam: Ana Gimeno, Klaus Dallermassl, Julia Schauer, Elisabeth Weinke, Robert Schwarzenbacher, Magdalena Meikl und Petra Siegele für die tolle Unterstützung von der Sparkling Science Seite.
Wir, Luggi und Guggi (übrigens die Autoren aller Beiträge), freuen uns schon sehr auf die kommenden 2 Jahre!!! :-)