Archive for June 30th, 2014

Die Alpensalamander sind wieder wach!

Am Samstag fanden wir (Magdi mit viel Anhang) bei einer Wanderung zum Tappenkarsee endlich die ersten Alpensalamander dieses Jahres. Das Wetter war trocken und recht windig, bei etwa 17°C. Beim Raufgehen fanden wir ein Männchen unter einem Stein sitzend am Wegesrand. Kurz vor dem Tappenkarsee spazierte ein weiteres Männchen neben dem Weg in der feuchten Almwiese umher. Nach kurzer Begutachtung verkrümelte er sich gleich wieder im nächsten Erdloch.

Der neuerliche starke Wintereinbruch im Gebirge Ende Mai mit etwa 2 – 3 m Schneedecke hat dieses Jahr das Leben im Hochgebirge stark nach hinten verschoben. Am Tappenkarsee schwammen vor etwa 3 Wochen noch die Eissschollen auf der Oberfläche und die Schneedecke ist auch erst vor Kurzem verschwunden. Die Almwiesen waren teilweise noch braun und wir kletterten über die letzten Schneezungen. Die Vegetation ist gerade erst erwacht und so wahrscheinlich auch die Alpensalamander aus ihrer lange dauernden Winterstarre. Es dürften einige der ersten “Wegnarrn” des Jahres gewesen sein, die wir gesehen haben. Auf dem Weg ins Tal fanden wir noch ein kleines, etwa 3 cm großes Jungtier, ebenfalls unter einem Stein. Wir haben uns sehr gefreut, die schwarzen “Drachen” der Alpen wieder zu sehen! :-)

Exkursion mit den 4ten Klassen der VS Tamsweg zum Prebersee

Heute waren wir (Magdi und Martina) mit der 4a und 4b, ihren Lehrerinnen Frau Andrea Pertl-Jäger und Frau Agnes Birgmann, zu einer Alpensalamandersuche aufgebrochen. Mit dem Bus fuhren wir gemeinsam von der Volksschule in Tamsweg zum Prebersee und von dort gingen wir zu Fuß weiter Richtung Preberhalterhütte. Die Wolken hingen noch im Tal und der Schnee blitzte von der Spitze des Preber. Ein paar Regentropfen waren auch zu spüren. Ausgestattet mit Regenschirm, Mütze, Daunenjacke und Wanderschuhen trotzten wir dem Wetter. Stets die Augen auf den wunderschönen moosbewachsenen Boden, seine zahlreichen Heidelbeersträucher, die langen Bartflechten und seine schimmernden Glimmerschiefersteinen gerichtet, wanderten wir im Lärchenwald den Berg hinauf.

Bei einer offenen Wiese machten wir die erste Jausenpause. Da wurde uns schon der erste Fund gemeldet. Ein dunkler Grasfrosch. Nachdem die Kids ein wenig weiter suchten, ebenso wie Magdi und Martina, aber keine Salamander gesichtet wurden, zogen wir weiter, wieder bergab. Die Alpensalamander sind heute anscheinend nicht sehr aktiv.

So begann Magdi einige Steine am Wegesrand umzudrehen, die Kinder machten es ihr gleich nach. Und siehe da: ein Schwanzlurch lächelte sie an, ein kleiner Bergmolch, der nicht im Wasser war. An seinem knallorangen Bauch und dem spitzen Schwanz kann man ihn gut vom Alpensalamander unterscheiden, aber sonst wird er gern mit diesem verwechselt wenn er an Land unterwegs ist. Jedes Kind bekam ein Paar Handschuhe und durfte den Molch halten. Die Kinder waren sehr geschickt und behutsam im Umgang mit dem Molch. Etwas weiter im Tal schickten wir die Kinder noch einmal auf die Suche nach Alpensalamandern. Sie waren sehr fleißig und auch wieder sehr erfolgreich. Die Kinder fanden einen zweiten Bergmolch und zwei weitere Grasfrösche. Magdi fand noch eine Erdkröte. Alle Amphibienarten sind aktiv, doch wo verstecken sich nur die Alpensalamander?

Als wir wieder am Prebersee ankamen umrundeten die zwei Klassen noch den Prebersee. Währenddessen suchten Magdi und Martina im südlichen Waldstück des Prebersees nach Alpensalamandern. Doch auch hier waren keine. Die verstecken sich heute anscheinend besonders gut – vielleicht war ihnen auch der starke Regen und der Schneefall in der Nacht bis zur Baumgrenze zu viel und sie haben sich bei diesem neuerlichen Kaltwettereinbruch lieber wieder in ihre Höhlen verkrümelt. Am Parkplatz trafen sich Magdi und Martina mit den beiden Klassen wieder und fuhren gemeinsam in die Schule zurück. Der Fund eines Alpensalamanders blieb uns diesmal verwehrt, aber dafür fanden wir zwei Bergmolche, drei Grasfrösche und eine Erdkröte. Zurück in Tamsweg machten Magdi und Martina mit den Kindern abschließend eine kleine Wiederholung. Die SchülerInnen der vierten Klassen waren super und beim nächsten warmen Sommerregen finden sie sicher auch einen Alpensalamander am Preber! Es hat uns sehr viel Spaß gemacht! Liebe Grüße Magdi und Martina :)