Salamandra lanzai

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Beschreibung: Der Alpensalamander hat einen etwas größeren, sehr ähnlichen Cousin namens Lanza´s Salamander (Salamandra lanzai). Dieser lebt endemisch im Monviso-Massiv in den Cottischen Alpen im Piemont. S. lanzai ist ein mittelgroßer, komplett schwarzer, lebendgebärender Salamander. Männchen werden ca. 14 cm groß, Weibchen etwas größer. Ihr Körper ist relativ schlank und weist 12 Rippenfurchen auf. Die Färbung an der Oberseite ist glänzend schwarz, manchmal etwas bräunlich-schwarz, die Unterseite ist dunkelgrau bis schwarz.

Verbreitung: Das typische Habitat von S. lanzai sind alpine Wiesen und offene Lärchenwälder in den Cottischen Alpen des Piemonts, von 1200 bis 2600 m, also höher als die Verbreitung von S. atra. S. lanzai ist am Monviso Massiv, im Pellice Tal, im Germanasca Tal, im Sangone Tal und dem Guil Tal in Queyras. Die Habitate von S. lanzai sind zumeist auf Höhen von 1300-1500 m. Das gesamte Verbreitungsgebiet von S. lanzai ist ca. 300 km² groß.

Unterscheidung von S. atra: Verglichen mit S. atra ist S. lanzai ca. 3 cm größer, der Kopf ist flacher und die Schwanzspitze ist gerundet, nicht zugespitzt. Die Parotiden sind bei Männchen kleiner als bei Weibchen, was bei S. atra nicht der Fall ist. S. lanzai hat auch keine 2 Drüsenlinien entlang der Wirbelsäule.

Fortpflanzung: S. lanzai ist vivipar, wie S. atra. Die Paarungszeit von S. lanzai ist im Juli und August. Männchen und Weibchen erreichen die sexuelle Reife auf 2100 m mit 6 Jahren und auf 1500 m mit 4 Jahren. Die Embryonalphase und die Larvalphase dauern ca. 4 Jahre. S. lanzai bringt öfter als S. atra mehr als 2 Jungtiere zur Welt, oftmals bekommen sie 4 Babies.

Verhalten und Aktivität: S. lanzai ist sehr territorial, mit Gebieten von einzelnen Individuen zwischen 100 und 120 m². Die Habitate von einzelnen Individuen sind zwischen 100 und 120 m² groß. Das gesamte Areal einer Population beträgt 2500-9500 m². Die einzelnen Populationen sind sehr isoliert, der Genfluss zwischen den Populationen ist daher sehr niedrig. Die Tiere finden ihre Verstecke durch olfaktorische Spuren. Die Aktivität zwischen 8 Uhr morgens und 2 Uhr nachmittags ist hoch an bewölkten, nebeligen oder regnerischen Tagen. An sonnigen oder windigen Tagen wird die Aktivitätsphase der Salamander in die Nacht verlagert. Die maximale Aktivität innerhalb des Jahres kann Ende Juli beobachtet werden.

Bibliography:

Andreone, F., Clima, V. and S. de Michelis, 1999. On the ecology of Salamandra lanzai. Nascetti, Andreone, Capula & Bullini, 1988. Number and movement of individuals, and influence of climate on activity in a population of the upper Po Valley. Herpetozoa 12 (1/2), 3-10

Andreone, F., Miaud, C., Bergò, E.P., Doglio, S., Stocco, P., Riberon, A. and P. Gautier, 2004. Living at high altitude: testing the effects of life history traits upon the conservation of Salamandra lanzai (Amphibia, Salamandridae). Ital. J. Zool., 71, 35-34

Miaud, C., Andreone, F., Ribéron, A., De Michelis, S., Clima, V., Castanet, J., Francillon-Vieillot, H. and R. Guyétant, ,2001. Variations in age, size at maturity and gestation duration among two neigbouring populations of the alpine salamander (Salamandra lanzai). J. Zool, Lond 254, 251-260

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